Das Haar-Eselrennen 2013 in Ense-Bremen


Der Soester Anzeiger berichtete


Die Esel rannten wieder!

Haaresel-Rennen und Bauernmarkt lockten zum fröhlichen Familiensonntag nach Bremen

ENSE Ja, wo laufen sie denn? Aber das ist doch ganz klar: Beim Haaresel-Rennen in Ense-Bremen! Am Sonntag, 28. Juli 2013, gehen im „Park am Spring“ wieder große und kleine Grautiere an den Start. Ob sie die schnellsten aus dem ganzen Land sind, ist nicht ganz sicher. Aber dass es die lustigsten sind, die für viel Spaß bei Alt und Jung sorgen, ist längst klar. Das Haaresel-Rennen wird wieder von einem großen, bunten Bauermarkt begleitet - beide zusammen sind die Garanten für ein fröhliches Familienwochenende, das Jahr für Jahr Tausende von Besuchern anzieht.


Auch wer schon mehrmals dabei war, kommt wieder. Denn die störrischen Grautiere sind jedes Jahr für neue Überraschungen gut. Zum Beispiel vergangenes Jahr: Da gingen ein Esel und sein Halter ganz schön blau an den Start und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Herrchen im blauen T-Shirt und Herausforderer mit blauer Mütze, Schärpe und Stulpen konnten gar nicht übersehen werden. Sie setzen einen farbenfrohen Akzent in der Herde der Grautiere und kassierten viel Beifall von den Zuschauern.

Den Publikums-Liebling-Preis aber räumte vergangenes Jahr der Esel Ernst aus dem Stall Hugendieck aus Rheine ab. Dabei hatte er nicht einen einzigen Schritt getan, geschweige denn war er gerannt. Alles gute Zureden und auch eine Möhre vor der Nase nützen nichts. Ernst war nicht zu bewegen und wurde seinem Kumpel Knödel aus dem gleichen Stall um Längen geschlagen.

Kaum war jedoch der Siegerehrung vorüber, machte Esel Ernst seinem Namen Ehre, er machte Ernst und zeigte, was er konnte. Sobald ihm die Fliegendecke übergelegt worden war, schoss er los wie eine Rakete. Wurde die Decke wieder abgenommen, blieb er stehen. Sollte Ernst in diesem Jahr wieder an den Start gehen, heißt es: Decke überwerfen und los geht's.

Schon vor dem Eselrennen, aber spätestens nachher, wenn man sich vom Lachen erholt hat, ist ein Bummel über den Bauernmarkt angesagt. Die rund 80 Stände zeichnen sich aus durch die große Vielfalt des Angebots: Da gibt es Dekoratives und Nützliches, Traditionelles und Praktisches für (fast) jede Gelegenheit.

Und für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel ist auch im Bereich Essen vorgesorgt: Currywurst und Champignons, Pommes und Pizza oder für die, die's feiner mögen: saftiger Schinkenbraten und Rosmarinkartoffeln, laden zum Schmausen ein. Hinterher gibt es Kaffee und Kuchen.

Und wenn den Kleinen langweilig werden sollte was aber sehr unwahrscheinlich ist, warten die Ponykutschen, das Bungee-Trampolin und die Hüpfburg auf sie. Langweilig wird den Kleinen schon deshalb nicht, weil sich zum Bauernmarkt auch der Arche-Hof Böner aus Anröchte -Uelde mit seinem Streichelzoo angekündigt hat. Für die Kinder bringt er viele Vierbeiner zum Schauen und Anfassen an. Das Besondere an diesem Zoo: Alle Tierrassen, die hier versammelt sind von Thüringer Waldziegen über Lippegänse und deutsche Lachshühner bis zu Japaner-Kaninchen stehen auf der Roten Liste, sind also vom Aussterben bedroht. Hier können sich Interessierte ausführlich über die seltenen Rassen informieren. Auch über traditionelle Handwerkstechniken informieren viele Aussteller auf dem Bauernmarkt, unter anderem ein Bürstenbinder und ein Holzschuhmacher, die vor Ort ihre Künste vorführen und ihre Produkte verkaufen.